Stolpersteine in Niederrad

Im Juni 2011 wurde in Niederrad der erste Stolperstein für ein Opfer des Nationalsozialismus durch den Künstler Gunter Demnig verlegt.

Trifelsstr. 4.

Hier, am Haardtwaldplatz, wohnte Helene Henrich, geb.Oppenheimer mit ihrem evangelischen Ehemann, dem Zollsekretär Fritz Henrich in "Mischehe". Ab Ende der 1930er Jahre mußte Helene Henrich eine „Judenvermögensabgabe“ leisten, bis das Konto bei der Stadtsparkasse Ffm-Niederrad leer war. Sie durfte nicht einkaufen in den Geschäften in Niederrad. Sie mußte den Zusatznamen `Sara`tragen. Sie wurde in Gestapo-Verhören immer wieder verhöhnt und verspottet. 

Fritz Henrich war im Büro, als seine Ehefrau Helene Henrich am Morgen des 7.Juni 1943 von 2 Gestapobeamten aus ihrer Wohnung verschleppt und direkt nach Auschwitz deportiert wurde.

Am 10.Juli 1943 wurde Helene Henrich in Auschwitz ermordet. Auf ihrer Gestapoakte ist handschriftlich in rot vermerkt: „… nach unbekannt verzogen“

Helene Henrich am Fenster ihrer Wohnung ca.1941 (© Christa Pullmann)